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S+P Seminar A08 · Risikomanagement

Risikomanagement & IKS: BWG, KI-RMV und ISO 31000 in der Praxis

Ein Tag. Drei Werkzeuge für dein Risikomanagement und IKS in Österreich.

Dein Praxisseminar zu Risikoinventur, Kapitaladäquanz im ICAAP, Liquiditätsadäquanz im ILAAP, Stresstests und internem Kontrollsystem – ausgerichtet auf dein Risikomanagement und IKS. Du nimmst drei Werkzeuge mit: Risikoinventur mit Risikomatrix, Limitsystem und Risikobericht.

Für

  • Vorstand & Geschäfts­führung
  • Risiko­management & Controlling
  • Rechnungs­wesen
1 Seminartag
Kompakt und praxisnah
6,0 Zeitstunden
Fachliche Weiterbildung
S+P Tool Box
Vorlagen, Case Studies und Reporting-Tools
Zertifikat & Badge
Teilnahme dokumentieren
Das ausführliche Programm

Risikomanagement & IKS: ein Seminartag, drei Themenblöcke

Der Tag folgt diesen drei Blöcken zu Risikomanagement und IKS. Nach jedem Block gibt es eine Feedback-Runde mit Zeit für deine Fragen.

  1. Mindest­anforderungen an Risikomanagement und IKS, Risiko­inventur

    Pflichten aus BWG, KI-RMV, AktG, GmbHG und ReO nach Rechtsform und Status einordnen und Risiken systematisch erfassen und bewerten.

    Werkzeug: die Risikoinventur mit Risikomatrix.
    • Pflichten nach Rechtsform unterscheiden: Rechnungswesen und IKS nach § 82 AktG und § 22 Abs 1 GmbHG, Risikomanagement der Kreditinstitute nach § 39 BWG und KI-RMV sowie Schritte der Unternehmensleitung bei wahrscheinlicher Insolvenz nach § 1 Abs 3 ReO
    • KI-RMV und EBA-Leitlinien: Proportionalität nach Art, Umfang und Komplexität und Abgrenzung zu DORA
    • Aufgaben der Risikomanagement-Funktion festlegen und organisatorisch verankern, bei Kreditinstituten von erheblicher Bedeutung nach § 39 Abs 5 BWG
    • Risikostrategie und Risikoappetit aus der Geschäftsstrategie ableiten
    • Risikoinventur: Risiken identifizieren, nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewerten und in der Risikomatrix abbilden
    • ESG-Risiken als Treiber bestehender Risikoarten erfassen, nicht als eigene Risikoart
    • KPIs und KRIs mit Schwellenwerten für die Risikosteuerung festlegen
    • Risikohandbuch aufbauen: Zuständigkeiten, Methoden und Dokumentation
  2. Kapital- und Liquiditäts­adäquanz, Limitsystem und Stresstests mit ICAAP und ILAAP

    Kapital- und Liquiditätsausstattung in normativer und ökonomischer Perspektive beurteilen und daraus Limits ableiten.

    Werkzeug: das Limitsystem.
    • ICAAP und ILAAP: Aufbau, Zusammenspiel und Abgrenzung
    • Kapitaladäquanz im ICAAP: Risikotragfähigkeit in normativer und ökonomischer Perspektive beurteilen
    • Risikodeckungspotenzial bestimmen und auf kapitalbezogene Risikoarten verteilen
    • Liquiditätsadäquanz im ILAAP: Liquiditätspuffer, Zahlungsströme und Refinanzierung steuern
    • Limitsystem ableiten: kapital- und liquiditätsbezogene Limits, Auslastung und Eskalation bei Überschreitung
    • Risikoaggregation, Risikokonzentrationen und mehrjährige Kapitalplanung berücksichtigen
    • Klassische Stresstests und Szenarioanalysen konzipieren
    • Inverse Stresstests: Szenarien identifizieren, unter denen das Geschäftsmodell nicht mehr überlebensfähig ist; Anforderungen der EBA-Leitlinien zu Stresstests proportional einordnen
  3. Risikobericht und IKS: Risikomanagement wirksam nachweisen

    Risiken adressatengerecht an Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan berichten und die Wirksamkeit der Kontrollen nachweisen.

    Werkzeug: der Risikobericht.
    • Risikobericht für Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan aufbauen: Inhalte, Turnus und Ad-hoc-Berichte
    • Prognosen zu Kapital- und Liquiditätskennzahlen in den Gesamtrisikobericht aufnehmen
    • Frühwarnindikatoren und Eskalationswege im Bericht verankern
    • Internes Kontrollsystem aufbauen: Kontrollen den wesentlichen Risiken zuordnen
    • Wirksamkeit bestehender Kontrollen prüfen und Schwachstellen beheben
    • Zusammenspiel von Risikocontrolling, Compliance und Interner Revision
    • Dokumentation für Prüfungen durch FMA und OeNB, Interne Revision sowie Bank- oder Abschlussprüfer vorbereiten
    • ISO 31000 als freiwilligen, branchenübergreifenden Leitfaden einordnen

Für wen

Für Geschäftsleitung, Prokura und Verantwortliche aus Controlling und Rechnungswesen, die Risikomanagement und IKS gestalten. In Kreditinstituten stehen die Anforderungen aus BWG und KI-RMV im Vordergrund; Unternehmen der Realwirtschaft übertragen die Methoden auf Risikofrüherkennung, Liquiditätsplanung und interne Kontrollen.

Was mitbringen

Formale Vorkenntnisse brauchst du nicht; Grundkenntnisse in Rechnungswesen und Risikomanagement erleichtern den Einstieg bei ICAAP und ILAAP. Eine eigene Risikoinventur oder ein Risikobericht hilft beim Transfer – vertrauliche Daten bitte nur anonymisiert.

Aktueller Stand

Jeder Termin arbeitet mit dem am Seminartag geltenden Stand – KI-RMV, DORA-Vollzugsgesetz und die BWG-Novelle zur CRD VI sind eingearbeitet. Du lernst in einer gemeinsamen Live-Runde mit Teilnehmenden aus Deutschland: EU-Recht gilt in beiden Ländern, die nationalen Regeln für Risikomanagement und IKS behandeln wir nach österreichischem Recht.

Regulatorisches Update · Stand 21.10.2026

Was sich für Risikomanagement und IKS konkret ändert.

Fünf relevante Regelwerke und Änderungen für Risikoinventur, Steuerung und Berichtswesen – im Seminar in Block 01 eingeordnet, mit klarer Trennung von bisheriger und neuer Regelung.

Bisherige und neue Regelung im Vergleich
Bisherige RegelungNeue Regelung
KI-RMV: Mindeststandards der FMA§ 39 Abs 1 und 2 BWG verpflichten Kreditinstitute, bankgeschäftliche und bankbetriebliche Risiken mit angemessenen Strategien und Verfahren zu erfassen, zu steuern, zu überwachen und zu begrenzen. Nach § 39 Abs 4 BWG legt die FMA die Mindestanforderungen für die Risikoarten des § 39 Abs 2b BWG durch Verordnung fest. In Kraft · idF BGBl II Nr 316/2024Die Kreditinstitute-Risikomanagementverordnung (KI-RMV, BGBl II Nr 487/2013 idF BGBl II Nr 316/2024) regelt die einzelnen Risikoarten vom Kredit- und Konzentrationsrisiko über Markt- und operationelles Risiko bis zum Liquiditätsrisiko und zum Risiko einer übermäßigen Verschuldung. Kreditinstitute haben dabei auf Art, Umfang und Komplexität ihrer Bankgeschäfte sowie auf Leitlinien der Europäischen Aufsichtsbehörden Rücksicht zu nehmen (§ 3 Abs 1 KI-RMV). Risikostrategien und Limit-Systeme sind schriftlich zu dokumentieren und nachvollziehbar aus der Geschäftsstrategie abzuleiten (§ 3 Abs 3 KI-RMV); die Ergebnisse interner Stresstests sind bei Erfassung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung der Risiken zu berücksichtigen (§ 3 Abs 8 KI-RMV). Für das Liquiditätsrisiko verlangt § 12 KI-RMV Stresstests, die Evaluierung der Limit-Systeme auf dieser Basis und Notfallkonzepte, die mindestens jährlich zu überprüfen sind. Das interne Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) regelt § 39a BWG. Bedeutende Institute beaufsichtigt die EZB im SSM; bei den übrigen Instituten wirken FMA und OeNB zusammen.
ESG-Risiken im Bankwesen­gesetzESG-Risiken waren bereits innerhalb der allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 39 BWG sowie nach KI-RMV und europäischen Leitlinien zu berücksichtigen. Eigenständige ESG-Vorgaben, wie sie die CRD VI verlangt, enthielt das BWG nicht. NR-Beschluss 14.10.2026 · Kundmachung ausständigÖsterreich setzt die RL (EU) 2024/1619 (CRD VI) mit einer Novelle von BWG, FMABG und weiteren Gesetzen um (Regierungsvorlage 621 d.B.). Der Nationalrat hat sie am 14.10.2026 beschlossen; Kundmachung im BGBl und Inkrafttreten stehen mit Stand 21.10.2026 noch aus. Kreditinstitute sollen ESG-Risiken kurz-, mittel- und langfristig systematisch ermitteln, beurteilen und steuern (§ 39 Abs 2 Z 4 BWG idF des Entwurfs) und spezifische Pläne zur Überwachung und Steuerung dieser Risiken aufstellen, auch im Zusammenhang mit dem Klimaneutralitätsziel (§ 39 Abs 7 BWG idF des Entwurfs). Die FMA soll ESG-Risiken in die aufsichtliche Überprüfung und Bewertung sowie in Stresstests einbeziehen (§ 69 Abs 3e BWG idF des Entwurfs). Unionsrechtliche Grundlage ist unter anderem Art 76 Abs 2 CRD idF der CRD VI. Die endgültigen Fundstellen ergeben sich erst aus dem kundgemachten Gesetz.
EBA-Leitlinien zu ESG-Risiken und SzenarioanalyseESG-bezogene Anforderungen waren bereits in europäischen Leitlinien enthalten, etwa zur internen Governance sowie zur Kreditvergabe und Überwachung. Ein eigenständiges Leitlinienwerk zum Management von ESG-Risiken gab es nicht. Seit 11.01.2026 · weitere Stichtage 2027Die Leitlinien EBA/GL/2025/01 zum Management von ESG-Risiken gelten für andere als kleine und nicht komplexe Institute seit 11.01.2026, für kleine und nicht komplexe Institute spätestens ab 11.01.2027. Sie konkretisieren Wesentlichkeitsbeurteilung, Messung, Steuerung und Überwachung von ESG-Risiken. Davon zu unterscheiden sind die Leitlinien EBA/GL/2025/04 zur umweltbezogenen Szenarioanalyse mit Anwendungsbeginn am 01.01.2027. Sie trennen kurzfristige finanzielle Stresstests von mittel- und langfristigen Resilienzanalysen des Geschäftsmodells. Österreichische Kreditinstitute haben auf solche Leitlinien nach § 3 Abs 1 KI-RMV Rücksicht zu nehmen; mit der BWG-Novelle sollen ESG-Risiken zudem ausdrücklich in die aufsichtlichen Stresstests der FMA einfließen.
IKT-Risiken: DORA und DORA-VGIKT-Risiken waren als Teil des operationellen Risikos nach § 39 BWG und KI-RMV sowie nach europäischen Leitlinien zu steuern. Einen einheitlichen europäischen Rechtsrahmen für IKT-Risiken im Finanzsektor gab es nicht. Seit 17.01.2025Die VO (EU) 2022/2554 (DORA) gilt unmittelbar. Das DORA-Vollzugsgesetz (DORA-VG, BGBl I Nr 112/2024) benennt die FMA als zuständige Behörde und erstreckt den Anwendungsbereich nach § 3 DORA-VG auf alle Kreditinstitute nach § 1 Abs 1 BWG. IT-Vor-Ort-Prüfungen führt die OeNB durch. Für dein Risikomanagement heißt das: IKT-Risiken nach Art 5 bis 15 DORA oder im vereinfachten Rahmen nach Art 16 DORA in Risikoinventur, Risikobericht und IKS abbilden.
ISO 31000: Überarbeitung der LeitlinieISO 31000:2018 ist ein freiwillig nutzbarer, branchenübergreifender Leitfaden für Grundsätze, Rahmen und Prozess des Risikomanagements. Er ergänzt gesetzliche und aufsichtliche Anforderungen methodisch, ersetzt sie aber nicht. In ÜberarbeitungDie dritte Ausgabe befindet sich im Entwurfsstadium: Der Committee Draft wurde am 19.12.2025 registriert, die Kommentierungsfrist endete am 01.03.2026. Ein Veröffentlichungsdatum steht nicht fest. Bis dahin bleibt ISO 31000:2018 die geltende Fassung; die Norm ist eine Leitlinie und nicht zertifizierbar.

Rechtsgrundlagen: KI-RMV · §§ 3, 12 · BWG · §§ 39, 39a · CRD VI · RL (EU) 2024/1619 · EBA/GL/2025/01 [PDF] · EBA/GL/2025/04 · BWG-Novelle zur CRD VI · 108/ME, 621 d.B. · DORA · VO (EU) 2022/2554 · AktG · § 82 · ReO · §§ 1, 6 (BGBl I Nr 147/2021) [PDF] · ISO/CD 31000. Aufsichtsrechtliche Anforderungen sind nach dem jeweiligen Instituts- und Gruppenstatus anzuwenden. § 82 AktG verpflichtet den Vorstand einer Aktiengesellschaft, für ein Rechnungswesen und ein internes Kontrollsystem zu sorgen, die den Anforderungen des Unternehmens entsprechen; § 22 Abs 1 GmbHG enthält dieselbe Pflicht für Geschäftsführer einer GmbH. Bei Eintritt einer wahrscheinlichen Insolvenz (§ 6 Abs 2 ReO) hat die Unternehmensleitung nach § 1 Abs 3 ReO Schritte einzuleiten, um die Insolvenz abzuwenden und die Bestandfähigkeit sicherzustellen. ISO 31000 ist ein freiwilliger, branchenübergreifender Leitfaden und ersetzt diese Pflichten nicht.

Dein Praxistransfer: Für Kreditinstitute nach BWG: Gleiche Risikostrategie, Limit-Systeme und Stresstests mit § 39 BWG und der KI-RMV ab und bereite die Umsetzung der ESG-Vorgaben aus der BWG-Novelle zur CRD VI vor – einschließlich ESG-Risiken in Inventur, Szenarioanalysen und Risikostrategie. Für Unternehmen außerhalb dieses Anwendungsbereichs: Übertrage geeignete Methoden auf dein Risikomanagement und IKS nach § 82 AktG oder § 22 Abs 1 GmbHG, auf Liquiditätsplanung und Krisenfrüherkennung.

Praxiswerkstatt

Wie entscheidest du, wenn der Standardfall endet?

Drei Risikofälle aus Risikomanagement und IKS ziehen sich durch den Seminartag. An ihnen erarbeitest du Risikoinventur, Limitsystem und Risikobericht.

Fall 01 · Risikoinventur

Ein Risiko passt in keine Kategorie.

Die Risikoinventur weist Adressrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken aus. Ein großer Teil der gewerblichen Immobilienfinanzierungen liegt in einer Region mit steigendem Hochwasserrisiko. In der Risikomatrix taucht das nirgends auf.

Deine Aufgabe: Ordne das physische Klimarisiko den betroffenen Risikoarten zu, beurteile die Wesentlichkeit und ergänze deine Risikoinventur samt Risikomatrix.

Fall 02 · Stresstest

Der inverse Stresstest trifft das Kernportfolio.

Der inverse Stresstest untersucht, welche Kombination aus Zinsanstieg und Ausfällen großer Kunden das Geschäftsmodell nicht mehr überlebensfähig machen würde. Dabei zeigt sich eine erhebliche Konzentration im Kernportfolio. Alle Limits sind derzeit eingehalten. Der Vertrieb plant, das Geschäft mit genau diesen Kunden auszubauen.

Deine Aufgabe: Bewerte Annahmen und Auswirkungen des Szenarios und vergleiche Optionen zur Anpassung von Limits, Begrenzung von Konzentrationen und Kapitalplanung. Bereite daraus eine begründete Entscheidungsvorlage für dein Limitsystem vor oder entscheide im Rahmen deiner Zuständigkeit über die nächsten Schritte.

Fall 03 · Bericht & IKS

Der Risikobericht kommt zu spät.

Eine Industrie-GmbH berichtet Risiken quartalsweise. Die Liquiditätsvorschau zeigt eine Lücke in neun Monaten, für den Auftragseingang ist kein Schwellenwert hinterlegt. Die Kontrolle der Forderungslaufzeiten ist dokumentiert, wurde aber seit Monaten nicht durchgeführt.

Deine Aufgabe: Beurteile zuerst die erkannte Liquiditätslücke und bereite Gegenmaßnahmen vor. Prüfe, ob eine wahrscheinliche Insolvenz nach § 6 Abs 2 ReO vorliegt, die nach § 1 Abs 3 ReO Schritte der Unternehmensleitung verlangt, und binde das zuständige Überwachungsorgan unverzüglich ein. Lege dann Frühwarnindikatoren, Schwellenwerte und Ad-hoc-Berichtswege für deinen Risikobericht fest – und bestimme für die ausgefallene Kontrolle Ursache, Verantwortlichkeit, Frist und Nachweis der Wiederaufnahme.

Dein Ergebnis

Was du an einem Tag für Risikomanagement und IKS erreichst

  1. Risikoinventur

    Du erfasst die wesentlichen Risiken einschließlich ESG-Risiken, bewertest sie in der Risikomatrix und dokumentierst die Methodik im Risikohandbuch.

  2. Limitsystem

    Du leitest risikoorientierte Limits ab: für kapitalbezogene Risiken aus der Risikotragfähigkeit, für Liquiditätsrisiken anhand von Puffern, Zahlungsströmen und Refinanzierung – und legst fest, wie Überschreitungen gemeldet und behandelt werden.

  3. Risikobericht

    Du baust einen Bericht, der Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan über wesentliche Risiken, Limitauslastung und Prognosen informiert.

  4. Stresstests

    Du beurteilst anhand der Praxisfälle klassische und inverse Stresstests, ordnest die für dein Haus geltenden Anforderungen ein und leitest Ansatzpunkte für Planung und Steuerung ab.

  5. Internes Kontroll­system

    Du ordnest Kontrollen den wesentlichen Risiken zu und prüfst, ob sie tatsächlich wirken – so, wie es ein wirksames Risikomanagement mit IKS verlangt.

  6. Nachweis

    Du erhältst das S+P Teilnahmezertifikat mit dokumentierten Inhalten und 6,0 Zeitstunden sowie das Digital Badge.

Selbsteinschätzung

Wie belastbar sind dein Risikomanagement und IKS heute?

Ordne die Fragen zunächst deinem Haus zu: Die Prüfpunkte zu BWG und KI-RMV gelten nur in ihrem Anwendungsbereich. Für Unternehmen der Realwirtschaft geht es um die Übertragung geeigneter Methoden auf die eigenen Anforderungen an Risikomanagement und IKS. Eine nicht anwendbare aufsichtsrechtliche Vorgabe ist kein Defizit.

Ist deine Risikoinventur vollständig und aktuell?

Prüfe, ob ESG-Risiken in den betroffenen Risikoarten erfasst sind und nicht nur in einem eigenen Abschnitt stehen.

Die Inventur wird jährlich fortgeschrieben, neue Risiken kommen aber nur auf Zuruf hinzu. Methodik und Zuständigkeiten sind nicht dokumentiert.

Ohne vollständige Risikoinventur steuerst du Risiken, die du kennst – und übersiehst die, die dich treffen.

Leitest du deine Limits aus Risikotragfähigkeit und Liquiditätssteuerung ab?

Prüfe, ob Risikokonzentrationen und die Ertragssituation berücksichtigt sind und ob Liquiditätslimits an Puffern, Zahlungsströmen und Refinanzierung ansetzen.

Limits existieren, wurden aber historisch gesetzt. Der Bezug zu Risikodeckungspotenzial oder Liquiditätsplanung ist nicht nachvollziehbar.

Ohne nachvollziehbare Ableitung sagt ein eingehaltenes Limit nichts darüber, ob du einen Verlust tragen oder einen Liquiditätsabfluss überstehen kannst.

Sind deine Stresstests aktuell und passen sie zu den Anforderungen an dein Institut oder Unternehmen?

Überprüfe Szenarien und Annahmen regelmäßig. Berücksichtige inverse Stresstests, soweit sie erforderlich sind oder freiwillig eingesetzt werden.

Stresstests sind vorhanden, aber Szenarien, Annahmen oder die für dein Haus anwendbaren Anforderungen wurden nicht aktuell überprüft.

Ohne angemessene Stresstests bleiben Schwachstellen möglicherweise unerkannt. Umfang und Tiefe inverser Stresstests richten sich nach Art, Umfang und Komplexität deines Geschäfts; außerhalb des Bankaufsichtsrechts sind sie freiwillig.

Erhält deine Geschäftsleitung einen Risikobericht mit Prognosen?

Prüfe, ob Ad-hoc-Berichte bei wesentlichen Veränderungen klar geregelt sind und schnell genug kommen.

Der Bericht beschreibt den Stand zum Stichtag. Prognosen, Limitauslastung und Handlungsempfehlungen fehlen.

Ohne vorausschauenden Bericht entscheidet die Geschäftsleitung auf Basis vergangener Zahlen – und erfährt von Entwicklungen zu spät.

Prüfst du die Wirksamkeit deiner Kontrollen regelmäßig?

Lege fest, wer die Wirksamkeit prüft und wie festgestellte Mängel nachverfolgt werden.

Kontrollen sind beschrieben, ihre Durchführung wird aber nicht nachgehalten. Mängel bleiben ohne Frist offen.

Ein Kontrollsystem, das nur auf dem Papier existiert, fällt spätestens in der Prüfung durch Revision, Bankprüfer oder Abschlussprüfer auf.

Fällst du unter BWG und KI-RMV – und hast du die BWG-Novelle zur CRD VI mit deiner Umsetzung abgeglichen?

Dokumentiere, wie du die Proportionalität nach Art, Umfang und Komplexität deines Geschäfts nutzt. Außerhalb des Anwendungsbereichs ist diese Frage kein Defizit.

Die Novelle ist bekannt, ein Abgleich mit den eigenen Prozessen steht aus. Der Nationalrat hat sie am 14.10.2026 beschlossen; Kundmachung und Inkrafttreten stehen noch aus.

Ohne Abgleich übersiehst du die neuen ESG-Anforderungen, die mit der Novelle ins BWG kommen.

Der Check läuft ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.

Im Seminarpreis enthalten

Direkt anwenden. Aktuell bleiben.

Dein Seminar wirkt über den Veranstaltungstag hinaus: mit der S+P Tool Box für deine Risikopraxis und S+P C.O.R.E. für regelmäßige Updates zu den Themen, die dein Risikomanagement im Jahresverlauf treffen.

Vom Seminarwissen zur praktischen Anwendung.

01 · Direkt anwenden

S+P Tool Box

Dein Werkzeugkasten für das Risikomanagement.

Nutze die Seminarinhalte direkt in deinem Arbeitsalltag. Die Tool Box ist ohne Aufpreis im Seminarpreis enthalten und unterstützt deine drei Werkzeuge: Risikoinventur, Limitsystem und Risikobericht.

  • Vorträge als PDF: alle Seminarinhalte zum Nachlesen, ergänzt um die Case Study zur Umsetzung von BWG und KI-RMV im Risikomanagement.
  • Risikoinventur: Vorlagen, mit denen du die Risiken deines Hauses systematisch identifizierst und bewertest, samt Risikomatrix.
  • Limitsystem: Case Study zum Aufbau eines Limitsystems nach ICAAP und ILAAP – von der Risikotragfähigkeit bis zur Steuerung von Kapital- und Liquiditätsrisiken.
  • Risikobericht: Tools für Risikoreports nach ICAAP und ILAAP, die Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan eine fundierte Entscheidungsgrundlage geben.

Dein Vorteil Du beginnst mit konkreten Arbeitshilfen und passt sie an dein Geschäftsmodell, deine Größenklasse und deine Berichtswege an.

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02 · Aktuell bleiben

S+P C.O.R.E.

Dein Update. Dein Austausch. Dein nächster Impuls.

Aufsichtliche Anforderungen, Risikolage und Methoden ändern sich laufend. Mit S+P C.O.R.E. ordnest du aktuelle Entwicklungen ein und diskutierst praktische Umsetzungsfragen mit Fachverantwortlichen und Experten. Mit deiner Buchung bist du unbefristet und kostenfrei dabei – mit einem Update pro Quartal.

  • Q1 2027 · KI und Dienstleister steuern: KI-Einsatz, Datenzugriffe und kritische Dienstleister bewerten.
  • Q2 2027 · Umsetzung überprüfen: Verantwortung, Ressourcen und Freigaben klären.
  • Q3 2027 · Wirksamkeit nachweisen: Rückstände, Kontrollausfälle und wiederkehrende Fehler erkennen und nachsteuern.
  • Q4 2027 · Aus Erfahrungen lernen: Prüfungen und Vorfälle in Prioritäten für 2028 übersetzen.

Die konkreten Inhalte unterscheiden sich nach Veranstaltungsreihe. Programm, Termine und Anmeldung findest du auf der S+P C.O.R.E.-Seite.

Dein Vorteil Du bleibst auch nach dem Seminar mit aktuellen Themen und dem S+P Expertennetzwerk verbunden.

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Bei jeder Buchung enthalten: unbefristet und kostenfrei, ein Update pro Quartal. Zu jedem Update-Event meldest du dich kurz an – so können wir das Update auf Teilnehmerzahl und Branchen abstimmen.

Compliance Anforderungen in die Praxis übertragen.
Optimization Prozesse und Strukturen weiterentwickeln.
Regulatory Regulatorische Entwicklungen einordnen.
Exchange Erfahrungen teilen und Fragen diskutieren.
Dein Teilnahmenachweis

S+P Teilnahme­zertifikat zu Risikomanagement & IKS

Musterzertifikat und Digital Badge des S+P Seminars A08 Risikomanagement und IKS in Österreich

Zeig, was in dir steckt.

Nach dem Seminartag bekommst du deinen Nachweis digital – dort einsetzbar, wo er gesehen wird: im LinkedIn-Profil, im Lebenslauf und gegenüber Geschäftsleitung, Revision und Prüfern.

  • S+P Teilnahmezertifikat mit Inhalt, Umfang und Stand
  • Digital Badge für Profil, Lebenslauf und Personalakte
  • Optional: S+P Certified Prüfung, gesondert abzulegen
So funktioniert das Digital Badge

Das steht auf deinem Teilnahmezertifikat

Umfang
6,0 Zeitstunden
Netto-Unterrichtszeit gemäß strukturierter Seminarplanung.
Inhalte I
BWG · Inventur · ESG
Anforderungen nach § 39 BWG und KI-RMV, § 82 AktG und ReO, Risikoinventur mit Risikomatrix und ESG-Risiken.
Inhalte II
Steuerung · Bericht
Kapitaladäquanz im ICAAP, Liquiditätsadäquanz im ILAAP, Limitsystem, Stresstests, Risikobericht und internes Kontrollsystem.
Stand
Seminartag
Das Zertifikat weist den am Seminartag geltenden Rechtsstand aus.
Über den Referenten

Achim Schulz

Porträt von Achim Schulz

Geschäftsführer der S+P Unternehmerforum & der S+P Compliance · Auslagerungsdienstleister für regulierte Institute

Achim Schulz kennt BaFin-Prüfungen nicht nur vom Papier. Mit der S+P Compliance ist er täglich als aktiver Auslagerungsdienstleister für regulierte Institute tätig und setzt die aufsichtlichen Anforderungen in der eigenen Praxis um. Daher weiß er aus erster Hand: Regulatorik und operative Effizienz dürfen sich nicht ausschließen. Genau diese Balance entscheidet heute über den Erfolg eines Instituts.

Er ist ein gefragter Sparringspartner für Vorstände, Compliance Officer und Auslagerungsbeauftragte. Der Grund? Er kennt die Materie aus dem operativen Tagesgeschäft. Er erfüllt die hohe Erwartungshaltung der Aufsicht täglich selbst. Und er kennt die Hürden der täglichen Praxis genau.

In seinen Seminaren bewahrt er Teilnehmende vor dem gefürchteten „bürokratischen Overkill“. Er übersetzt EBA-Leitlinien, MaRisk und KWG-Paragrafen in schlanke Prozesse. Das ist keine graue Theorie, sondern erprobte Praxis, die im Institut funktioniert.

Mit der S+P Tool Box gibt er dir sofort einsetzbare Frameworks an die Hand. Das Ziel: Du gehst souverän in die nächste Prüfung durch BaFin, Bundesbank oder Interne Revision – mit einem Risikomanagement, dessen Methodik, Kontrollen und Entscheidungen du nachvollziehbar dokumentiert hast. So sicherst du auch deine eigene Verantwortung ab.

LinkedIn-Profil · Redaktion & Experten

Termine und Buchung

Alle Termine für das Seminar A08 zu Risikomanagement & IKS

930 € zzgl. gesetzl. MwSt. pro Person · ab 2 Personen aus einem Unternehmen 10 % Nachlass für alle.

  • 28.01.2027Donnerstag · 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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  • 08.04.2027Donnerstag · 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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  • 09.06.2027Mittwoch · 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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  • 28.10.2027Donnerstag · 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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Frage zu Termin, Rechnung oder Anmeldung für mehrere Personen?

Schreib uns – die Antwort kommt in der Regel am nächsten Werktag. Meldest du dich mit mindestens zwei Personen aus einem Unternehmen an, erhalten alle Teilnehmenden 10 % Nachlass; für ein ganzes Team aus Risikomanagement und Controlling ist eine Inhouse-Schulung meist wirtschaftlicher.

Frage stellen

Was Teilnehmende über S+P Seminare sagen

Hinweis zur Echtheit: Die Bewertungen werden von ProvenExpert und Trustpilot erhoben, geprüft und angezeigt. Wie die Portale sicherstellen, dass Bewertungen auf einer tatsächlichen Teilnahme beruhen, erläutern sie jeweils auf ihren Profilseiten.

Gut zu wissen

Häufig gefragt zu Risikomanagement & IKS

Etwas offen geblieben? Schreib uns – Antwort in der Regel am nächsten Werktag.

Was ist der Schwerpunkt des Seminars?

Das Seminar zeigt dir an einem Tag, wie du Risikomanagement und IKS aufbaust und steuerst: von der Risikoinventur mit Risikomatrix über Kapital- und Liquiditätsadäquanz nach ICAAP und ILAAP, Limitsystem und Stresstests bis zum Risikobericht an Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan. Grundlage für Risikomanagement und IKS sind die jeweils anwendbaren Anforderungen: § 39 BWG und die KI-RMV für Kreditinstitute, § 82 AktG und § 22 Abs 1 GmbHG für das IKS, die ReO bei wahrscheinlicher Insolvenz sowie ISO 31000 als freiwilliger Leitfaden. Du lernst in einer gemeinsamen Live-Runde mit Teilnehmenden aus Deutschland; EU-Recht wie DORA und CRR gilt in beiden Ländern, nationale Regeln ordnen wir nach österreichischem Recht ein.

Für wen ist das Seminar geeignet?

Für Vorstände, Geschäftsführer:innen und Prokurist:innen sowie für Fach- und Führungskräfte aus Risikomanagement, Controlling und Rechnungswesen. In Kreditinstituten liegt der Schwerpunkt auf den Anforderungen aus BWG und KI-RMV, Kapital- und Liquiditätssteuerung und aussagekräftigen Risikoberichten. Unternehmen der Realwirtschaft nutzen die Methoden für Risikofrüherkennung, Liquiditätsplanung und wirksame interne Kontrollen; die bankaufsichtlichen Vertiefungen dienen dabei der Einordnung. Formale Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Welche regulatorischen Neuerungen werden eingeordnet?

Im regulatorischen Update ordnen wir die KI-RMV als Mindeststandard für das Risikomanagement der Kreditinstitute, die vom Nationalrat am 14.10.2026 beschlossene BWG-Novelle zur CRD VI mit neuen ESG-Pflichten, die EBA-Leitlinien zum Management von ESG-Risiken und zur umweltbezogenen Szenarioanalyse, DORA samt DORA-Vollzugsgesetz und den Stand der Überarbeitung von ISO 31000 ein. Jeder Termin arbeitet mit dem am Seminartag geltenden Stand.

Wie läuft der Seminartag online ab?

Der Tag läuft von 09.15 bis 17.00 Uhr live online in kleiner Gruppe, mit 6,0 Zeitstunden Netto-Unterricht, zuzüglich Pausen. Block 1 behandelt Mindestanforderungen und Risikoinventur, Block 2 Kapital- und Liquiditätsadäquanz, Limitsystem und Stresstests, Block 3 Risikobericht und internes Kontrollsystem. Nach jedem Block folgt eine Feedback-Runde. Durch den Tag ziehen sich drei Praxisfälle, an denen du Risikoinventur, Limitsystem und Risikobericht erarbeitest. Für die Teilnahme genügen eine stabile Internetverbindung sowie ein Computer oder Tablet.

Was kostet das Seminar, und welche Leistungen sind enthalten?

Das Seminar kostet 930 € zzgl. gesetzlicher MwSt. Enthalten sind die S+P Tool Box ohne Aufpreis, das S+P Teilnahmezertifikat mit dokumentierten Inhalten und 6,0 Zeitstunden sowie das Digital Badge. Bei jeder Buchung ist S+P C.O.R.E. enthalten: unbefristet und kostenfrei, ein Update pro Quartal. Meldest du dich mit mindestens zwei Personen aus einem Unternehmen an, erhalten alle Teilnehmenden 10 % Nachlass.

Was ist der Unterschied zwischen Teilnahmezertifikat und S+P Certified Prüfung?

Mit der Teilnahme erhältst du das S+P Teilnahmezertifikat mit Inhalt, Umfang und Stand sowie das Digital Badge. Die S+P Certified Prüfung ist optional und wird gesondert abgelegt; der Abschluss wird nicht allein durch die Teilnahme am Seminar erworben. Wer das Thema vertiefen möchte, findet im Lehrgang Risikomanager den nächsten Schritt.

Wie melde ich mich an?

Die Anmeldung erfolgt über die Terminauswahl auf dieser Seite: Termin wählen, Anmeldung ausfüllen – um die weitere Abwicklung kümmert sich unser Team. Alle Zugangsdaten erhältst du rechtzeitig vor dem Seminartag.

Nächster Schritt

Erfasse Risiken vollständig. Steuere sie mit Limits.

Melde dich jetzt an und nimm Risikoinventur, Limitsystem und Risikobericht direkt für dein Risikomanagement und IKS mit.

  • 1 Seminartag live online, 09.15 bis 17.00 Uhr
  • 6,0 Zeitstunden mit S+P Teilnahmezertifikat
  • Digital Badge für Profil und Lebenslauf
  • Tool Box und unbefristet kostenfreies C.O.R.E. Update

Seminar A08

930 €

zzgl. gesetzlicher MwSt. · 1 Tag · Online

Nächster Termin: 28.01.2027

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Ganzes Team schulen? Inhouse-Angebot anfordern · Alle Seminare zum Thema: Risikomanagement · Mehr Tiefe gewünscht: Lehrgang Risikomanager

Ein Risikomanager prüft einen Bericht und eine Risikomatrix.
Bildunterschrift: Bild mit KI generiert. Die dargestellten Personen und Szenen sind fiktiv.
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