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S+P Lehrgang Z01 · GmbH-Geschäftsführer

Geschäftsführer einer GmbH: Unternehmen steuern, Sorgfalt dokumentieren

Zwei Tage für Geschäftsführer einer GmbH in Österreich: Steuerung, Compliance und Haftung in einem Lehrgang.

Die Verantwortung beginnt am Tag deiner Bestellung. Du liest Bilanzen, baust die Compliance-Grundlagen für deine GmbH auf und übersetzt das Update 2026/2027 in Prüffragen für deine nächste Generalversammlung.

Für

  • Neu bestellte Geschäftsführer
  • Erfahrene Geschäftsführer
  • Vorstände und Führungskräfte

Referent: Achim Schulz · Rechtsstand 21.10.2026

2 Lehrgangstage
Steuerung, Compliance und Haftung, live online
12,0 Zeitstunden
Fachliche Weiterbildung
S+P Tool Box
Toolkits, Leitfäden und Vorträge
Zertifikat & Badge
Teilnahme dokumentieren
Das ausführliche Programm

Zwei Lehrgangstage, sechs Module für Geschäftsführer einer GmbH

Nach jedem Modul folgt eine Feedback-Runde, bevor das nächste Modul beginnt.

  1. Tag 1 · Steuerung: Rolle, Zahlen und Risiko
  2. Rolle, Controlling und Bilanzanalyse

    Als Geschäftsführer steuerst du mit Zahlen – unabhängig von deinem fachlichen Hintergrund. Wer Bilanz und Kennzahlen nicht lesen kann, erkennt Fehlentwicklungen zu spät.

    Werkzeug: das Bilanz- und Rating-Tool.
    • Aufgaben des Geschäftsführers: Rolle und Verantwortung nach dem GmbHG einordnen, einschließlich Rechnungswesen und internem Kontrollsystem (§ 22 GmbHG)
    • Wertschöpfung, Deckungsbeitrag, EBITDA, EBIT und Umsatzrentabilität auswerten und Fehlentwicklungen erkennen
    • Bilanzen lesen und verstehen: Chancen und Risiken frühzeitig erkennen
    • Goldene Bilanz- und Finanzierungsregeln anwenden
    • Das Unternehmensrating aktiv steuern sowie Eigenkapital und Solvenz stärken
  3. Krisenfrüherkennung und Liquiditätsplanung

    Das Gesetz verlangt, bei wahrscheinlicher Insolvenz Schritte zur Abwendung einzuleiten. Eine belastbare Planung zeigt dir, wann du handeln musst.

    Werkzeug: die Finanzplanungs-Checkliste.
    • Krisenfrüherkennung: wahrscheinliche Insolvenz nach § 6 Abs 2 ReO und Handlungspflicht nach § 1 Abs 3 ReO rechtzeitig erkennen
    • URG-Kennzahlen (Eigenmittelquote unter 8 %, fiktive Schuldentilgungsdauer über 15 Jahre) und Haftung nach § 22 URG einordnen
    • Offenlegungspflichten im Krisenfall erkennen
    • Finanz- und Liquiditätsplanung: Fortbestehensprognose, Finanzplan und zuverlässige Planung
    • Sorgfaltspflichten bei Zahlungsstockungen und Haftungsrisiken beim Cash-Pooling
    • Wann du zwingend handeln musst: § 36 Abs 2 GmbHG, § 69 IO und Zahlungsverbot nach § 25 Abs 3 Z 2 GmbHG
  4. Nachhaltigkeitsberichterstattung und unternehmerische Entscheidungen

    Berichtspflichten ändern sich, und jede wesentliche Entscheidung muss nachvollziehbar vorbereitet sein. Du prüfst, was für deine GmbH gilt, und dokumentierst deine Entscheidungen belastbar.

    Werkzeug: der Leitfaden für Compliance- und ESG-Reporting.
    • NaBeG, ESRS und EU-Taxonomie: Wer berichtet, wer nicht, und was sich durch Omnibus I ändert
    • Neue Pflichten für den Lagebericht nach § 243 UGB einordnen
    • Business Judgement Rule (§ 25 Abs 1a GmbHG): die Voraussetzungen des sicheren Hafens kennen
    • Entscheidungsprozess, Informationsgrundlage und Interessenkonflikte nachvollziehbar dokumentieren
    • Musterfälle: Fehlentscheidung und Pflichtverletzungsvorwurf
  5. Tag 2 · Compliance, Haftung und digitale Risiken
  6. Compliance-System und Criminal Compliance

    Ein Compliance-System hilft nur, wenn es nachweisbar wirkt. Du baust die Bausteine auf und ordnest die Sanktionsrisiken für dein Unternehmen ein.

    Werkzeug: die Compliance-Grundlagen für GmbHs.
    • Mindestbausteine: Risikoinventur, Kontrollen, Hinweisgebersystem und Dokumentation (HSchG)
    • Governance-Grundlagen: den ÖCGK einordnen und prüfen, was für deine GmbH gilt
    • Verantwortlichkeit des Verbands nach § 3 VbVG und Verbandsgeldbuße nach § 4 VbVG
    • Umweltstrafrechtsrichtlinie (EU) 2024/1203: Mindesthöchstmaß für Unternehmenssanktionen und Stand der österreichischen Umsetzung einordnen
    • EU-Antikorruptionsrichtlinie (EU) 2026/1021: Wirkung auf Strafrahmen und Compliance
    • Wie ein nachweisbar wirksames System die Bemessung einer Verbandsgeldbuße beeinflussen kann (§ 5 VbVG)
  7. Digitale Risiken: NISG 2026 und KI-Verordnung

    Cyber- und KI-Risiken sind Leitungsaufgaben. Ob und wie die Pflichten deine GmbH treffen, hängt von Branche, Größe und Einsatz ab.

    Werkzeug: der KI- und Cyber-Governance-Leitfaden.
    • NISG 2026: prüfen, ob deine GmbH eine wesentliche oder wichtige Einrichtung ist
    • Pflichten der Leitungsorgane nach § 31 NISG 2026: Billigung, Überwachung, Haftung und Schulung
    • Risikomanagementmaßnahmen nach § 32 NISG 2026 im Berichtswesen verankern
    • KI-Verordnung: KI-Systeme im Unternehmen erfassen und nach Risikoklassen einordnen
    • KI-Kompetenz nach Art 4 und Transparenzpflichten nach Art 50 KI-Verordnung einordnen
    • Organisationsverschulden vermeiden: Zuständigkeiten und Berichtswege festlegen
  8. Haftung, Organisation und Vertrag für Geschäftsführer einer GmbH

    Im Streitfall zählt, was du belegen kannst. Du ordnest Haftungsgrundlagen, Weisungsrechte und Vertragsfragen ein.

    Werkzeug: der 16-Punkte-Check zur Ordnungsmäßigkeit.
    • Innenhaftung nach § 25 GmbHG, Beweislast und typische Außenhaftung für Abgaben (§ 9 BAO), Sozialversicherungsbeiträge (§ 67 Abs 10 ASVG) und verbotene Zahlungen (§ 25 Abs 3 GmbHG)
    • Die sieben wichtigsten Pflichten im Überblick und die Nachweisführung der Sorgfaltspflichten (§ 84 AktG als Vergleich)
    • Organisation: Geschäftsordnung, Geschäftsverteilung, Weisungsrecht der Gesellschafter (§ 20 Abs 1 GmbHG) und Besonderheiten im Konzern
    • Geschäftsführervertrag: von der Bestellung (§ 15 GmbHG) bis zur Abberufung (§ 16 GmbHG), Informations- und Beschlusspflichten
    • Fremd-Geschäftsführer: zwischen Weisungsbindung und Eigenverantwortung (§ 20 Abs 1 und § 25 Abs 5 GmbHG)
    • Compliance im Arbeitsrecht: aktuelle Rechtsprechung und typische Fehler bei Kündigung und Umstrukturierung

Für wen: Geschäftsführer einer GmbH

Für neu bestellte und erfahrene Geschäftsführer einer GmbH sowie für Vorstände und Führungskräfte mit Auffrischungsbedarf. Tag 1 legt das Fundament in Steuerung und Finanzen, Tag 2 behandelt Compliance, Haftung und das Update.

Was mitbringen

Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Hilfreich sind Fragen und Beispiele aus deiner Praxis. Vertrauliche Unternehmensdaten musst du nicht offenlegen.

Aktueller Stand

Jeder Termin arbeitet mit dem am Lehrgangstag geltenden Rechtsstand. Die Haftungsmaßstäbe werden für die GmbH nach § 25 GmbHG dargestellt, aktienrechtliche Maßstäbe (§ 84 AktG) als Vergleich. Die Live-Runde findet gemeinsam mit Teilnehmenden aus Deutschland statt: EU-Recht gilt in beiden Ländern, die nationalen Regeln für Geschäftsführer einer GmbH behandeln wir nach österreichischem Recht. Laufende Gesetzgebungsverfahren ordnen wir mit ihrem genauen Stand ein.

Regulatorisches Update · Stand 21.10.2026

Was sich für Geschäftsführer einer GmbH konkret ändert.

Fünf Änderungen für Cybersicherheit, KI, Berichtspflichten und Sanktionsrisiken – im Lehrgang in den Modulen 3 bis 5 eingeordnet, mit klarer Trennung von bisheriger und neuer Regelung.

Bisherige und neue Regelung im Vergleich
Bisherige RegelungNeue Regelung
Cybersicherheit: Pflichten der Leitungsorgane (NISG 2026)Pflichten der Geschäftsführung zur Cybersicherheit ergaben sich vor allem aus der allgemeinen Sorgfaltspflicht (§ 25 Abs 1 GmbHG). Das NISG 2018 kannte keine ausdrückliche gesetzliche Pflicht der Leitungsorgane zu Billigung, Überwachung und Schulung. Seit 01.10.2026Das NISG 2026 (BGBl I Nr 94/2025) ist in Kraft und löst das NISG 2018 ab. Leitungsorgane wesentlicher und wichtiger Einrichtungen müssen die Risikomanagementmaßnahmen nach § 32 NISG 2026 billigen, ihre Umsetzung überwachen und an eigenen Cybersicherheitsschulungen teilnehmen (§ 31 NISG 2026). Verwaltungsstrafen gegen Leitungsorgane sieht das Gesetz nicht vor; bei schuldhafter Pflichtverletzung kommt eine Haftung nach den gesellschaftsrechtlichen Regeln in Betracht. Ob deine GmbH zu diesen Einrichtungen zählt, ordnen wir im Lehrgang ein.
KI-Verordnung: KI-Kompetenz und Hochrisiko-KIArt 4 VO (EU) 2024/1689 verlangte seit 02.02.2025, nach besten Kräften sicherzustellen, dass das Personal über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt. Die Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III sollten ab 02.08.2026 gelten. Seit 27.07.2026Nach der Neufassung durch VO (EU) 2026/1744 ergreifen Anbieter und Betreiber Maßnahmen, die die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals unterstützen. Die Pflichten für Hochrisiko-KI nach Anhang III gelten ab 02.12.2027. Art 4 bleibt anwendbar; ein bestimmtes Kompetenzniveau muss nicht garantiert werden. Die Transparenzpflichten nach Art 50 gelten seit 02.08.2026. Für generative KI-Systeme, die vor dem 02.08.2026 in Verkehr gebracht wurden, ist die Kennzeichnungspflicht nach Art 50 Abs 2 bis 02.12.2026 zu erfüllen. Ab diesem Tag gelten auch die neu eingefügten Verbote nach Art 5 Abs 1 lit ba und bb. Setzt deine GmbH KI ein, gehört die Bestandsaufnahme auf deine Agenda.
Nachhaltigkeitsberichterstattung: CSRD und NaBeGNach der CSRD (Richtlinie (EU) 2022/2464) sollten schrittweise auch große Unternehmen ohne Kapitalmarktbezug einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen. In Österreich galt bis zum NaBeG die nichtfinanzielle Berichterstattung nach dem NaDiVeG. NaBeG kundgemacht am 18.02.2026 · Omnibus-Umsetzung bis 19.03.2027Das NaBeG (BGBl I Nr 6/2026) setzt die CSRD zunächst nur für große Unternehmen von öffentlichem Interesse um, die bisher nach dem NaDiVeG berichtet haben; wer unter den neuen Schwellenwerten liegt, hat ein Wahlrecht. Die Änderungsrichtlinie (EU) 2026/470 (Omnibus I) beschränkt die Berichtspflicht grundsätzlich auf Unternehmen mit durchschnittlich mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Mio € Nettoumsatz. Die dafür nötige weitere UGB-Novelle ist noch nicht beschlossen. Die vereinfachten ESRS (Delegierte VO (EU) 2026/1563) treten am 10.11.2026 in Kraft und gelten für Geschäftsjahre ab 01.01.2027. Den weiteren Stand ordnen wir am jeweiligen Termin ein.
Verbandsgeldbuße: VbVGDie Verbandsgeldbuße nach dem VbVG wird in Tagessätzen bemessen (§ 4 VbVG). Ein Verband ist auch verantwortlich, wenn Entscheidungsträger die gebotene Sorgfalt außer Acht gelassen haben, insbesondere durch fehlende technische, organisatorische oder personelle Maßnahmen (§ 3 Abs 3 Z 2 VbVG). Umsetzungsfrist abgelaufen am 21.05.2026Die Richtlinie (EU) 2024/1203 über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt verlangt für juristische Personen höhere Mindesthöchstmaße, für die schwersten Taten mindestens 5 % des weltweiten Gesamtumsatzes oder 40 Mio €. Österreich hätte sie bis 21.05.2026 umsetzen müssen. Den Stand der österreichischen Umsetzung ordnen wir am jeweiligen Termin als Entwurf oder geltendes Recht ein.
Korruptionsbekämpfung: EU-EbeneAuf EU-Ebene galten der Rahmenbeschluss 2003/568/JI zur Bestechung im privaten Sektor und das Übereinkommen von 1997 über die Bekämpfung der Bestechung, an der Beamte der EU oder der Mitgliedstaaten beteiligt sind. In Österreich regeln vor allem die §§ 304 bis 309 StGB die Korruptionsdelikte. Seit 31.05.2026 · Umsetzung bis 01.06.2028Die Richtlinie (EU) 2026/1021 vom 29.04.2026 ersetzt beide Rechtsakte, vereinheitlicht die Korruptionstatbestände und sieht Mindesthöchststrafen vor, auch für juristische Personen. Wirksame und angemessene Compliance-Programme können bei der Sanktionsbemessung gegen juristische Personen mildernd berücksichtigt werden. Die Richtlinie richtet sich an die Mitgliedstaaten; Österreich setzt sie bis 01.06.2028 um.

Rechtsgrundlagen: GmbHG · §§ 15, 16, 20, 22, 25, 36 · NISG 2026 · §§ 31, 32 [PDF] (BGBl I Nr 94/2025) · KI-Verordnung · VO (EU) 2024/1689, geändert durch VO (EU) 2026/1744 · CSRD-Änderung · RL (EU) 2026/470 · ESRS · Delegierte VO (EU) 2026/1563 · VbVG · §§ 3, 4, 5 · NaBeG · BGBl I Nr 6/2026 [PDF] · Antikorruptionsrichtlinie · RL (EU) 2026/1021 · ReO · §§ 1, 6 (RIRUG, BGBl I Nr 147/2021) · URG §§ 22 bis 24 · IO § 69 · Umweltstrafrechtsrichtlinie · RL (EU) 2024/1203. Die Pflichten sind jeweils nach Größe, Branche, Rechtsform und Rolle der Geschäftsführung einzuordnen.

Dein Praxistransfer: Prüfe, welche der genannten Themen in deiner GmbH regelmäßig berichtet werden und welche nicht. Lege fest, welche Berichte du zu IT-Sicherheit, KI-Einsatz und Compliance einforderst und wie du die Befassung dokumentierst.

Praxiswerkstatt

Wie entscheidest du, wenn der Standardfall endet?

Drei Fälle, wie sie Geschäftsführer einer GmbH kennen, ziehen sich durch den Lehrgang. An ihnen arbeitest du mit den Werkzeugen der S+P Tool Box und an den Entscheidungen für deine Generalversammlung.

Fall 01 · Krisenfrüherkennung

Die Liquiditätsplanung zeigt eine Lücke, die Gesellschafter wollen abwarten.

Die Planung weist für die kommenden Monate eine Unterdeckung aus. Die Gesellschafter bitten, bis zur nächsten Generalversammlung nichts zu veranlassen, und verweisen auf Darlehenszusagen, die noch nicht unterschrieben sind.

Deine Aufgabe: Prüfe mit deiner Finanzplanungs-Checkliste und dem Bilanz- und Rating-Tool, wie weit die Prognose trägt. Ordne die Pflichten aus § 1 Abs 3 ReO, § 36 Abs 2 GmbHG und § 69 IO ein und halte fest, welche Schritte du wann einleitest.

Fall 02 · Compliance-System

Das Compliance-System besteht aus einem Verhaltenskodex im Intranet.

Nach einem Verdachtsfall zeigt sich: Eine Risikoinventur gibt es nicht, Kontrollen sind nicht dokumentiert, und ein Hinweisgebersystem fehlt. Die Gesellschafter fragen, ob die Geschäftsführung ihre Sorgfaltspflichten erfüllt hat.

Deine Aufgabe: Gleiche den Stand mit den Compliance-Grundlagen für GmbHs ab. Ordne § 3 Abs 3 Z 2 VbVG ein, bewerte das Risiko einer Verbandsgeldbuße nach § 4 VbVG und lege fest, welche Bausteine du in welcher Reihenfolge aufbaust und wie du die Wirksamkeit dokumentierst.

Fall 03 · Gesellschafterweisung

Die Gesellschafter weisen eine Zahlung an, die dir riskant erscheint.

Als Fremd-Geschäftsführer erhältst du die Weisung, einem Gesellschafter kurzfristig einen Betrag zu überweisen. Die Eigenkapitalquote ist niedrig, und die Zahlung könnte gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr verstoßen.

Deine Aufgabe: Prüfe mit dem 16-Punkte-Check zur Ordnungsmäßigkeit und dem Haftungs- und Rechtsleitfaden, ob und unter welchen Voraussetzungen du der Weisung folgen darfst (§ 20 Abs 1 GmbHG, § 25 Abs 3 Z 1 und Abs 5 iVm § 82 GmbHG). Dokumentiere deine Einwände und die Antwort der Gesellschafter.

Dein Ergebnis

Was du in zwei Tagen erreichst

  1. Nachvollziehbare Entscheidungen

    Du kannst gegenüber Gesellschaftern, Banken und Prüfern belegen, auf welcher Informationsgrundlage du entschieden hast.

  2. Rolle und Weisungsgrenzen

    Du ordnest deine Aufgaben, Haftungsgrundlagen und die Grenzen von Gesellschafterweisungen ein.

  3. Zahlen und Rating

    Du liest Bilanz, GuV und Kennzahlen wie EBITDA, Eigenkapital und Liquidität und stellst gezielte Fragen.

  4. Krisenfrüherkennung

    Du erkennst Krisensignale mit Planung, Prognose und URG-Kennzahlen und legst fest, wann du handelst und wie du es dokumentierst.

  5. Compliance und digitale Risiken

    Du prüfst, ob Compliance-System, IT-Sicherheit und KI-Einsatz deiner GmbH zu den aktuellen Anforderungen passen.

  6. Nachweis

    Du erhältst das S+P Teilnahmezertifikat mit dokumentierten Inhalten und 12,0 Zeitstunden sowie das Digital Badge.

Selbsteinschätzung

Selbstcheck für Geschäftsführer einer GmbH: Wie belastbar ist deine Geschäftsführung?

Sechs Fragen aus der Praxis, wie sie Geschäftsführer einer GmbH im Ernstfall beantworten müssen. Wähle je Frage deine Antwort – unter jeder Frage erscheint die Einordnung, die Ampel zeigt dir deinen Zwischenstand.

Dokumentierst du unternehmerische Entscheidungen mit Informationsgrundlage und Abwägung?

Prüfe, ob auch Alternativen und mögliche Interessenkonflikte im Protokoll stehen.

Beschlüsse sind festgehalten, aber Informationsgrundlage und Abwägung sind es nicht.

Ohne Dokumentation musst du im Streitfall belegen, dass du sorgfältig gehandelt hast (§ 25 GmbHG iVm § 1298 ABGB).

Sind Geschäftsverteilung, Geschäftsordnung und Zustimmungsvorbehalte klar geregelt?

Prüfe, ob Zuständigkeiten und Berichtspflichten gegenüber den Gesellschaftern aktuell und schriftlich festgelegt sind.

Die Verteilung der Aufgaben ist eingespielt, aber nicht schriftlich festgelegt.

Ohne klare Ressortverteilung lässt sich im Haftungsfall kaum belegen, wer wofür zuständig war.

Kannst du Bilanz, GuV und Kennzahlen wie EBITDA, Eigenkapital und Liquidität kritisch hinterfragen?

Lege fest, welche Kennzahlen du regelmäßig anforderst und ab welcher Abweichung du nachfragst.

Du liest die Zahlen, aber die Fragen an Controlling und Steuerberatung entstehen eher spontan.

Ohne strukturierte Fragen steuerst du mit Zahlen, deren Annahmen du nicht geprüft hast.

Prüfst du Liquiditätsplanung und Krisenfrüherkennung regelmäßig und dokumentierst das Ergebnis?

Halte fest, welche Frühwarnindikatoren gelten und wann die Planung fortgeschrieben wird.

Es gibt eine Liquiditätsplanung, aber sie wird unregelmäßig aktualisiert und nicht protokolliert.

Ohne laufende Überwachung erkennst du eine wahrscheinliche Insolvenz später, als es das Gesetz von dir erwartet (§ 1 Abs 3 ReO).

Hat deine GmbH ein Compliance-System mit Risikoinventur, Kontrollen, Hinweisgebersystem und Dokumentation?

Prüfe, ob das System in der Praxis wirkt und wie du die Wirksamkeit nachweisen kannst.

Es gibt Richtlinien, aber keine Risikoinventur und keine regelmäßige Kontrolle der Umsetzung.

Ein System, das nur auf dem Papier besteht, hilft bei fehlenden organisatorischen Vorkehrungen (§ 3 Abs 3 Z 2 VbVG) kaum.

Hast du geprüft, ob die Pflichten nach § 31 NISG 2026 für deine GmbH gelten und wo KI im Unternehmen eingesetzt wird?

Dokumentiere das Ergebnis der Prüfung, deine Schulung und die Berichtswege zu IT-Sicherheit und KI-Einsatz.

Das Thema liegt bei der IT, aber die Geschäftsführung hat die Betroffenheit nicht selbst geprüft.

Ohne eigene Prüfung erfährst du von Pflichten erst, wenn Behörde oder Geschäftspartner danach fragen.

Der Check läuft ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.

Im Lehrgangspreis enthalten

Direkt anwenden. Aktuell bleiben.

Dein Lehrgang wirkt über die zwei Tage hinaus: mit der S+P Tool Box für deine Geschäftsführung und S+P C.O.R.E. für regelmäßige Updates zu den Themen, die Geschäftsführer einer GmbH im Jahresverlauf treffen.

Vom Lehrgangswissen zur dokumentierten Sorgfalt.

01 · Direkt anwenden

S+P Tool Box

Dein Werkzeugkasten für die Geschäftsführung.

Nutze die Lehrgangsinhalte direkt im Führungsalltag. Die Tool Box ist ohne Aufpreis im Lehrgangspreis enthalten und unterstützt deine Arbeit an Aufgaben, Zahlen, Compliance und Haftung.

  • Vorträge als PDF: die Lehrgangsinhalte zum Nachschlagen.
  • Geschäftsführer-Aufgaben-Toolkit und Haftungs- und Rechtsleitfaden: Aufgaben, Geschäftsverteilung, Mustertexte für Geschäftsführervertrag und Geschäftsordnung sowie der 16-Punkte-Check zur Ordnungsmäßigkeit.
  • Bilanz-Experten-Guide, Bilanz- und Rating-Tool und Finanzplanungs-Checkliste: Kennzahlen wie EBITDA, Liquidität und Eigenkapital steuern und die Finanzplanung prüfen.
  • Compliance-Grundlagen, KI- und Cyber-Governance-Leitfaden und Leitfaden für Compliance- und ESG-Reporting: Bausteine und Prüffragen für Compliance, digitale Risiken und Berichtspflichten.

Dein Vorteil Du beginnst mit konkreten Arbeitshilfen und passt sie an deine GmbH, deine Gesellschafter und deine Berichtslinien an.

S+P Tool Box entdecken

02 · Aktuell bleiben

S+P C.O.R.E.

Dein Update. Dein Austausch. Dein nächster Impuls.

Gesetze, Rechtsprechung und Berichtspflichten ändern sich laufend. Mit S+P C.O.R.E. ordnest du aktuelle Entwicklungen ein und diskutierst praktische Umsetzungsfragen mit Fachverantwortlichen und Experten. Mit deiner Buchung bist du unbefristet und kostenfrei dabei – mit einem Update pro Quartal.

  • Einordnung: regulatorische Entwicklungen, die Geschäftsführer betreffen.
  • Austausch: Praxisfragen mit Fachverantwortlichen und Experten diskutieren.
  • Rhythmus: ein Update pro Quartal, unbefristet und kostenfrei.

Dein Vorteil Du bleibst auch nach dem Lehrgang mit aktuellen Themen der Geschäftsführung und dem S+P Expertennetzwerk verbunden.

S+P C.O.R.E. entdecken

Bei jeder Buchung enthalten: unbefristet und kostenfrei, ein Update pro Quartal. Zu jedem Update-Event meldest du dich kurz an – so können wir das Update auf Teilnehmerzahl und Branchen abstimmen.

Compliance Anforderungen in die Praxis übertragen.
Optimization Prozesse und Strukturen weiterentwickeln.
Regulatory Regulatorische Entwicklungen einordnen.
Exchange Erfahrungen teilen und Fragen diskutieren.
S+P Certified

S+P Teilnahmezertifikat mit dokumentierten Inhalten für Geschäftsführer einer GmbH

Musterzertifikat und Digital Badge des S+P Lehrgangs Z01 für Geschäftsführer einer GmbH in Österreich

Zeig, was in dir steckt.

Nach dem Lehrgang bekommst du deinen Nachweis digital – dort einsetzbar, wo er gesehen wird: gegenüber Gesellschaftern und Banken, im LinkedIn-Profil und im Lebenslauf.

  • S+P Teilnahmezertifikat mit Inhalt, Umfang und Stand
  • Digital Badge für Profil, Lebenslauf und Personalakte
  • 12,0 Zeitstunden als Fortbildungsnachweis ausgewiesen
So funktioniert das Digital Badge

Das steht auf deinem Teilnahmezertifikat

Umfang
12,0 Zeitstunden
Netto-Unterrichtszeit gemäß strukturierter Lehrgangsplanung.
Inhalte I
Rolle · Zahlen · Risiko
Controlling und Bilanzanalyse, Krisenfrüherkennung und Liquiditätsplanung, ESG-Reporting und Business Judgement Rule.
Inhalte II
Compliance · Digitale Risiken · Haftung
Compliance-System, NISG 2026 und KI-Verordnung, § 25 GmbHG, Organisation und Geschäftsführervertrag.
Stand
Rechtsstand des Termins
Ausgewiesen wird der am Lehrgangstag geltende Stand der behandelten Vorschriften.

Optional: Prüfung S+P Certified

Die Prüfung S+P Certified ist ein zusätzliches, freiwilliges Angebot. Sie ist nicht Teil der Teilnahme am Lehrgang und wird nicht allein durch den Besuch der beiden Tage abgelegt.

Teilnehmerinformation zur Prüfung
Über den Referenten

Achim Schulz

Porträt von Achim Schulz

Geschäftsführer S+P Compliance & S+P Unternehmerforum · langjährige Vorstands- & Geschäftsführungserfahrung

  • Compliance Officer
  • CISO
  • IKT-Risikokontrollfunktion (DORA)

Achim Schulz kennt die Führungsebene aus eigener Verantwortung: als Bankvorstand, als Geschäftsführer und als Interims-Manager in der Industrie. Die Perspektive aus Finanzsektor und Realwirtschaft nutzt er als Sparringspartner für Geschäftsführer, CEO, COO, CRO und CFO. Er kennt die Dynamik zwischen Geschäftsleitung, Aufsichtsrat und Gesellschaftern und übersetzt strategische sowie aufsichtsrechtliche Anforderungen praxisnah in nachvollziehbar vorbereitete Führungsentscheidungen.

Zugleich ist er selbst als Compliance Officer für Banken, Wertpapierinstitute und weitere BaFin-regulierte Institute bestellt und übt die Funktionen CISO und IKT-Risikokontrolle nach DORA aus.

Rechtsstand dieser Seite: 21.10.2026

LinkedIn-Profil · Redaktion & Experten

Termine und Buchung

Alle Termine: Lehrgang Z01 für Geschäftsführer einer GmbH

1.860 € zzgl. gesetzl. MwSt. pro Person · ab 2 Personen aus einem Unternehmen 10 % Nachlass für alle.

  • 30.11. – 01.12.2026Montag und Dienstag · jeweils 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
    Jetzt buchen
  • 15.02. – 16.02.2027Montag und Dienstag · jeweils 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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  • 14.06. – 16.06.2027Montag bis Mittwoch · jeweils 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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  • 30.08. – 31.08.2027Montag und Dienstag · jeweils 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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  • 22.11. – 23.11.2027Montag und Dienstag · jeweils 09.15 bis 17.00 Uhr · Live-Online
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Frage zu Termin, Rechnung oder Anmeldung für mehrere Personen?

Schreib uns – die Antwort kommt in der Regel am nächsten Werktag. Meldest du dich mit mindestens zwei Personen aus einem Unternehmen an, erhalten alle Teilnehmenden 10 % Nachlass; für ein ganzes Gremium ist eine Inhouse-Schulung meist wirtschaftlicher.

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Was Teilnehmende über S+P Seminare sagen

Hinweis zur Echtheit: Die Bewertungen werden von ProvenExpert und Trustpilot erhoben, geprüft und angezeigt. Wie die Portale sicherstellen, dass Bewertungen auf einer tatsächlichen Teilnahme beruhen, erläutern sie jeweils auf ihren Profilseiten.

Gut zu wissen

Häufig gefragt: Geschäftsführer einer GmbH

Etwas offen geblieben? Schreib uns – Antwort in der Regel am nächsten Werktag.

Was ist der Schwerpunkt des Lehrgangs für Geschäftsführer einer GmbH?

Der Lehrgang verbindet an zwei Tagen Steuerung, Compliance und Haftung. Tag 1 behandelt Controlling und Bilanzanalyse, Krisenfrüherkennung und Liquiditätsplanung, ESG-Reporting und die Business Judgement Rule. Tag 2 behandelt das Compliance-System, digitale Risiken (NISG 2026 und KI-Verordnung) sowie Haftung, Organisation und Geschäftsführervertrag nach § 25 GmbHG. Dazu erhältst du die S+P Tool Box mit Werkzeugen für den Führungsalltag.

Welche regulatorischen Neuerungen werden eingeordnet?

Wir ordnen die Pflichten der Leitungsorgane nach § 31 NISG 2026 (in Kraft seit 01.10.2026), die KI-Verordnung in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744, das NaBeG (BGBl I Nr 6/2026) und die Änderungen der CSRD durch die Richtlinie (EU) 2026/470 (Omnibus I), die vereinfachten ESRS (Delegierte Verordnung (EU) 2026/1563), die EU-Antikorruptionsrichtlinie (EU) 2026/1021 und die Umweltstrafrechtsrichtlinie (EU) 2024/1203 mit ihren Folgen für die Verbandsgeldbuße nach dem VbVG ein. Entwürfe kennzeichnen wir als Entwurf. Jeder Termin arbeitet mit dem am Lehrgangstag geltenden Stand.

Für wen eignet sich der Lehrgang?

Er richtet sich an neu bestellte und erfahrene Geschäftsführer einer GmbH sowie an Vorstände und Führungskräfte mit Auffrischungsbedarf. Die Haftungsmaßstäbe werden für die GmbH nach § 25 GmbHG dargestellt, aktienrechtliche Maßstäbe (§ 84 AktG) als Vergleich. Für andere Rechtsformen sind Abweichungen im Einzelfall zu prüfen.

Wie läuft der Online-Lehrgang ab?

Der Lehrgang läuft an beiden Tagen von 09.15 bis 17.00 Uhr live online: 12,0 Zeitstunden Netto-Unterricht, zuzüglich Pausen. Tag 1 umfasst die Module 1 bis 3, Tag 2 die Module 4 bis 6. Nach jeder Lerneinheit folgt eine Feedback-Runde, bevor es weitergeht. Die Live-Runde findet gemeinsam mit Teilnehmenden aus Deutschland statt: EU-Recht wie KI-Verordnung und NIS-2-Vorgaben gilt in beiden Ländern, die nationalen Regeln behandeln wir für Geschäftsführer einer GmbH nach österreichischem Recht.

Was kostet der Lehrgang und was ist enthalten?

Der Lehrgang kostet 1.860 € zzgl. gesetzlicher MwSt. Die S+P Tool Box ist ohne Aufpreis im Lehrgangspreis enthalten, dazu das S+P Teilnahmezertifikat mit dokumentierten Inhalten und das Digital Badge. Bei jeder Buchung enthalten: unbefristet und kostenfrei, ein Update pro Quartal. Zu jedem Update-Event meldest du dich kurz an – so können wir das Update auf Teilnehmerzahl und Branchen abstimmen. Meldest du dich mit mindestens zwei Personen aus einem Unternehmen an, erhalten alle Teilnehmenden 10 % Nachlass.

Was ist die optionale Prüfung S+P Certified?

Die Prüfung S+P Certified ist ein zusätzliches, freiwilliges Angebot. Sie ist nicht Teil der Teilnahme am Lehrgang und wird nicht allein durch den Besuch der beiden Tage abgelegt. Details findest du in der Teilnehmerinformation zur Prüfung.

Wie melde ich mich an und welche Technik brauche ich?

Die Anmeldung erfolgt über die Terminauswahl auf dieser Seite: Termin wählen, Anmeldung ausfüllen – um die weitere Abwicklung kümmert sich unser Team. Für die Teilnahme genügt eine stabile Internetverbindung sowie ein Computer oder Tablet; alle Zugangsdaten erhältst du rechtzeitig vorher.

Nächster Schritt

Für Geschäftsführer einer GmbH gilt: Die Verantwortung beginnt am Tag deiner Bestellung.

Melde dich jetzt an und nimm Werkzeuge, Prüffragen und Praxisfälle für deine Geschäftsführung mit – abgestimmt auf Geschäftsführer einer GmbH.

  • 2 Lehrgangstage live online, jeweils 09.15 bis 17.00 Uhr
  • 12,0 Zeitstunden mit S+P Teilnahmezertifikat
  • Digital Badge für Profil und Lebenslauf
  • Tool Box und unbefristet kostenfreies C.O.R.E. Update

Lehrgang Z01

1.860 €

zzgl. gesetzlicher MwSt. · 2 Tage · Online

Nächster Termin: 30.11. – 01.12.2026

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